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Fokker F-27
Die F-27 wurde gebaut, um in der
Nachkriegszeit die DC-3 abzulösen. Im November 1955 erhob sich der
Prototyp dieses 32-sitzigen Propellerflugzeugs das erste Mal in die
Luft. Bei den Kaufinteressenten sorgten insbesondere die neuartigen
Rolls Royce Dart Turboprop-Triebwerke für Aufsehen.
Erstkunde für die F-27 war "Aer Lingus",
die das Flugzeug 1958 in den Liniendienst aufnahmen.
Bereits 1962 kam mit der F-27-200 die erste Weiterentwicklung auf den
Markt. Die Versionen unterschieden sich in erster Linie durch die
stärkeren Dart 535 Motoren.
Auch die Frachtversion ließ nicht
lange auf sich warten; die F-27-300 hatte eine große Frachttür im
hinteren Rumpfbereich und für große Last wurde der Kabinenboden
verstärkt.
Um dem ständig anwachsenen
Passagierbedarf Rechnung zu tragen, entwickelte Fokker die Version -500,
bei der der Rumpf um 1,5 m verlängert und somit auf 50-60 Passagiere
erweitert wurde.
Bereits in den ersten Jahren verfolgte
Fokker das Ziel, die F-27 auch in den USA zu vermarkten und einzusetzen.
Im April 1956 entschied Fokker, eine Konzession zur Lizenzfertigung
direkt in den USA an "Fairchild" zu vergeben. Den Erfolg bestätigten
nach anfänglich schleppenden Verkaufszahlen später die eingehenden
Bestellungen von diversen amerikanischen Kunden.
Nach 581 in Europa und 207 in USA
gefertigten Modellen gab Fokker die Produktion der F-27 1986 zugunsten
des Nachfolgermodells F-50 auf.
Heute befinden sich aber immer noch
über 300 Maschinen dieses Typs hauptsächlich im Frachtdienst, aber auch
in Kurzstreckenflügen in der Personbeförderung im Einsatz und das dürfte
auch noch einige Jahre so bleiben.
Text: Peter
Poschmann |