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Tupolew Tu-124
Anfang 1960 benötigte Aeroflot dann
ein Nachfolgemodell für die veralteten Ilyuschin Il-14 im Kurz- und
Mittelstreckenbereich. Daraufhin wurde die Tu-124, eine verkleinerte
Ausgabe der Tu-104, entwickelt.
Der Prototyp hatte seinen Jungfernflug im Juni 1960 - nur fünf Jahre
nach der Tu-104. Das neue Modell hatte einige Verfeinerungen im Bereich
der Aerodynamik, der Bordsysteme und wesentlich ökonomischere
Bläsertriebwerke. Die Solowjew D-20P waren sogar die ersten Triebwerke
dieser Art, die in einem Kurz- und Mittelstreckenverkehrsflugzueg
eingebaut wurden.
Die Tu-124 konnte bei normaler
Bestuhlung 44 Passagiere befördern. Die Tu-124K2 hatte eine
Luxusbestuhlung für 22 bzw. 36 Fluggäste.
Die Tu-124 ging ab dem 2. Oktober 1962 für die Aeroflot in den
Liniendienst. Die Hauptversion war jedoch die Tu-124V mit den Varianten
Tu-124K und Tu-124K2. Der Unterschied zwischen der Tu-124V und Tu-124K
zur Tu-124 ist mir leider nicht bekannt. Die Tu-124K2 ist wie schon
erwähnt, eine "Luxusversion" im Gegensatz zur normalen Tu-124.
Tupolew produzierte rund 100 Flugzeuge
dieses Typen, wobei der Großteil bei der Aeroflot im Dienst war.
Lediglich die tschechische CSA (3 Stück) und die DDR-Gesellschaft
Interflug (2 Stück) unterhielten auch Flugzeuge dieses Muster.
Inzwischen wurden alle Flugzeuge bei den Airlines außer Dienst gestellt
- einige Exemplare fanden noch eine militärische Nutzung.
Text: Till
Stoffregen |