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Airbus A318
Der Airbus A318 ist das jüngste Kind
der Airbus-Produktfamilie und soll das Sitzplatzangebot der A320-Reihe
nach unten abrunden. Mit dem A318 erhofft sich Airbus den Einstieg in
die Klasse der 100-sitzigen Kurz- und Mittelstreckenjets. Die Chancen
für den Baby-Airbus stehen gut. Zu Beginn der Testflüge lagen laut
Airbus bereits 114 Bestellungen vor.
Ursprung des A318 waren Studien in
Asien für einen Regional-Airliner mit der Projektbezeichnung AE31X, der
im Joint Venture zwischen Airbus, Alenia und der chinesischen AVIC
produziert werden sollte. Dieses Projekt wurde 1998 aufgrund von
Wirtschaftlichkeitsstudien eingestellt. 1998 kündigte Airbus in
Farnbourgh die Entwicklung des A318 an, die im April 1999 begann.
Bisheriger Höhepunkt war der Erstflug des ersten Prototypen am 15.
Januar 2002. Die Auslieferung der ersten Serienmaschinen ist für Ende
2003 geplant. Der Stückpreis soll etwa 36 Millionen Dollar betragen.
Der A318 ist um 4,5 Rahmenteile kürzer
als der A319 und wird in einer typischen 2-Klassen-Konfiguration 107
Platz bieten. Die Ein-Klassen-Konfiguration verfügt über bis zu 124
Sitzplätze.
Technisch ist der Jet weitestgehend
mit dem Rest der A320-Serie identisch. Lediglich Details, wie eine
kleinere Frachtraumtür wurden verändert. Das heißt, dass Piloten und
Techniker, die eine Typzulassung für die anderen Typen besitzen, nach
einer kurzen Einführung auch für den A318 qualifiziert sind. Dies soll
den Kunden auf dem hart umkämpften Markt zu Einsparungen verhelfen. Auch
wurden dadurch die Entwicklungskosten auf lediglich 300 Millionen Dollar
begrenzt. Als Triebwerke stehen wahlweise das P&W 6000 oder das CFM56-5
zur Verfügung, die beide zwischen 67 und 102 kN Schub liefern und
neuesten Anforderungen an Lärm und Schadstoffemission entsprechen.
Text: Karsten
Staudt
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