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Airbus A321
Airbus Industrie stellte den A-321 am
27. November 1989 vor. Bei dem A-321 handelt es sich um eine 6,90 Meter
gestreckte Variante des A-320. Wie der A-318, der A-319 und der A-320
ist der A-321 Mitglied der erfolgreichen Airbus Standardrumpf-Familie.
Der A-321 als größte Flugzeug dieser Gruppe wurde für Strecken mit einem
höheren Passagieraufkommen konzipiert, für die der A-320 nicht
ausreichen würde. Die beiden Flugzeuge haben den gleichen
Rumpfquerschnitt, ähnliche Flugeigenschaften und das gleiche Cockpit,
welches es den Piloten ermöglicht, mit nur einem Typrating die ganze
Flugzeugfamilie zu fliegen. Selbst das Wartungspersonal kann mit nur
einer Lizenz jedes A-320-Serie Flugzeug warten, was große Kostenvorteile
mit sich bringt.
Verglichen mit seinem direktem
Konkurrent, der Boeing B757, spart der A-321 die Hälfte des Treibstoff
ein und ist mit seinem mehr als 20cm breiteren Rumpf gleichzeitig
komfortabeler für die Passagiere.
Wegen der Erhöhung des Abfluggewichts gegenüber dem A-320 um 9,5 Tonnen
auf 82,8 Tonnen mussten der Flügel, das Fahrwerk und tragende Teile der
Zelle verstärkt werden. Ebenfalls wurden stärkere Triebwerke
installiert.
Moderne Flügel mit kleinen Winglets an
den Enden reduzieren den Luftwiderstand, und das neue Leitwerk aus
Kohlefaser verringert das Gewicht um 800kg gegenüber normalen
Metallbauteilen.
Das Flugzeug hat drei unabhängige Hydrauliksysteme. Zwei werden von
Pumpen in den Triebwerken gespeist, eine von einer elektronischen Pumpe.
Selbst wenn zwei dieser Systeme ausfallen, kann der A-321 mit Hilfe des
dritten sicher gelandet werden. Wenn die gesamte Elektronik und die
Triebwerke zu gleichen Zeit ausfallen, klappt sich ein kleiner
Stromgenerator aus, der nur mit Hilfe des Luftstroms genügend Strom
herstellt, um eine sichere Landung zu garantieren. Im fast unmöglichen
Fall, dass all diese Notfallmaßnahmen nicht funktionieren, können die
zwei Piloten das Flugzeug manuell trimmen und es über mechanische
Seilzüge lenken und landen.
Im normalen Reiseflug wird das
Fly-by-Wire System vom Autopiloten kontrolliert und das Flugzeug so
stabil auf Kurs gehalten. Deswegen müssen die Piloten nur noch während
Landung und Start zum Sidestick greifen.
Die Montage des ersten A-321-100
begann am 25.06.92 in Hamburg-Finkenwerder, am 25. März wurde der
Erstflug absolviert und ein Jahr später wurden die Flugtests mit der
Zulassung abgeschlossen. Erstkunde Lufthansa stellte den A-321 am
27.01.1994 in den regulären Dienst.
Die zweite Variante, der A-321-200, machte seinen Erstflug am 12.12.96
mit stärkeren Triebwerken, einem gesteigerten Startgewicht und einer
größeren Treibstoffkapazität, die eine max. Reichweite von 6.400km
ermöglicht. |