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Airbus A340
Der Langstrecken-Airbus A340 mit
seinen vier Triebwerken ist in den wesentlichen Bestandteilen identisch
zum A330, der mit seinen zwei Tribwerken für den Einsatz im
Mittelstreckenbereich konzipiert ist. Die Entwicklung der beiden Muster
lief in einem Projekt und folgerichtig bestehen die beiden Flugzeuge aus
den gleichen Teilen für den Rumpf, haben gleiche Systeme und
unterscheiden sich im Wesentlichen nur bei Baugruppen, die mit der
Triebwerksanzahl in Verbindung stehen. Die Vorteile sind neben
geringerer Entwicklungskosten eine erhöte Produktivität beim
Crew-Training und beim Einsatz der Airbus Flugzeugfamilie einer Airline.
Piloten können binnen eines Tages das Type-Rating für den Betrieb beider
Muster erlernen. Weiterhin sparen die Airlines beim Maintenance und im
Ersatzteilbereich.
Als der A340 am 25. Oktober 1991 in
Toulouse-Blagnac zu seinem Jungfernflug abhob, war die Idee für dieses
Flugzeug bereits 15 Jahre alt: Die "TA 11" wurde Mitte der 70er Jahre
geplant und hatte starke Ähnlichkeiten zur A340. Das Konzept sah
Langstreckenflüge mit ca. 250 Passagiere vor.
In 1987 begann das Doppelprojekt
A330/A340 und mußte ein Jahr später bereits die ersten ernsthaften
Probleme bestehen, als IAE (Internatioanl Aero Engines) nicht die
benötigten Fan-Triebwerke liefern konnte. Ein Ersatztriebwerk wurde in
der Snecma-General Electric CFM56-5C2 gefunden werden. Für
Langstreckenflugzeuge sind vier Triebwerke aufgrund des zusätzlichen
Gewichts außen an den Tragflächen gut geeignet, da so das Material bei
langen Flügen weniger belastet wird. Außerdem sind die Flugzeuge mit
mehr als zwei Treibwerken nicht von ETOPS-Regelungen betroffen, die
jederzeit Ausweichflughäfen in bestimmter Entfernung vorschreiben.
Mit Ausnahme der A300 und A310 sind
alle Airbus Flugzeuge mit einem Fly-by-Wire System ausgestattet.
Zusammen mit der Verwendung von Kunststoffen beim Bau der Höhen- und
Seitenruder trägt diese elektrische Übertragung der Steuerimpulse durch
den Wegfall von Seilsträngen zum vergleichsweise geringen Gewicht der
A340 bei.
Im Januar 1993 begann zeitgleich die Auslieferung der A340-200 und -300
Version.
Die -200 Version kann bis zu 320
Passagiere über die atemberaubende Distanz von 14.500 km befördern. Die
um 4,2m kürzere -300 transportiert dagegen bis zu 420 Passagiere und
bietet immer noch eine Reichweite von 13.500 km. Die extremen
Langstreckeneigenschaften der A340 machen es nötig, zwei Crews auf einem
Flug mitzunehmen. Dieser Umstand führte zu den im Unterdeck angeordneten
Crew-Schlafcontainern.
Im Juni 1997 kündigte Airbus Industrie
den Start einer neuen A340-Baureihe an: Die A340-500 und -600 decken den
Markt für die Ultra-Langstrecke und für einen hohen Sitzplatzbedarf ab.
Beide Versionen haben eine um 20% größere Flügelfläche und neue Winglets.
Beim A340-500 wird der Rumpf vor den Tragflächen um 0,5m und beim -600
sogar um 5,9m gestreckt. Beide Versionen haben außerdem ein
modifiziertes Bugfahrwerk und ein nun vierrädriges Mittelfahrwerk
(vorher zwei). Die Flügelbasis ist um 1,6m gestreckt und die neuen
Versionen werden die Rudergeometrie des A330-200 mit einem vergrößerten
Höhenruder übernehmen.
Der A340-500 wird das ultimative
Langstreckenflugzeug, das mit einer Reichweite von fast 16.000 km weiter
als jedes andere Verkehrsflugzeug fliegen kann.
Der A340-600 kann dagegen in einer Zweiklassen-Auslegung bis zu 440
Passagiere in seiner ca. 60m langen Kabiene transportieren und erreicht
somit Jumbo-Kapazitäten. Der Erstflug des A340-600 fand am 23.03.2001
statt.
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