|
Airbus A350
Im Dezember 2004 entschloss sich
Airbus Industries offiziell zur Entwicklung des Langstreckenflugzeuges
A350. Bei der A350 handelt es sich um die direkte Antwort von Airbus auf
die Entwicklung des 7E7 Dreamliners von Boeing, deren Erstlieferung für
2008 geplant ist.
Mit einem Entwicklungsbudget von zirka
3,5 Mrd. Euro soll nun bis 2010 ein konkurrenzfähiges Produkt entstehen,
das Boeings Dreamliner Paroli bieten kann. Das Volumen im Marktsegment
von 250-300 Passagieren schätzen die Strategen bei Airbus in den
nächsten 20 Jahren auf knapp über 3000 Einheiten, von denen sich der
europäische Luftfahrtkonzern mit Hilfe der A350 über 50 Prozent sichern
will.
Die A350 wird, wie sich schon optisch
deutlich abzeichnet, ein Schwestermodell der existierenden A330 Familie
werden. Durch die von Airbus „operational commonality“ bezeichnete
Verwandtschaft mit der A330/A340 Serie verspricht der Konzern seinen
Kunden eine nahtlose Integration der neuen Maschine in ihre Flotten.
Synergieeffekte greifen sowohl bei der Wartung und dem operationellen
Einsatz der Maschine als auch bei der Ausbildung von Piloten und Crew.
Durch ein gemeinsames Typerating mit der A330/A340 können die
Besatzungen, nach nur kurzer Umschulung, schnell und damit
kosteneffektiv auf dem neuen Muster eingesetzt werden.
Airbus profitiert dagegen bei der
Entwicklung und der Produktion der A350 von der gerade abgeschlossenen
Entwicklung des Großraumflugzeuges A380. Der Flugzeugbauer zeigt sich
zuversichtlich, viele der technologischen, materialwissenschaftlichen
und produktionstechnischen Erkenntnisse der A380-Entwicklung auf die
A350 übertragen zu können und so die Konkurrenz aus Seattle zu
überflügeln. |