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Boeing 707
Die B707 war Boeing's erstes
Verkehrsflugzeug mit Düsenantrieb. Eigendlich war die Zielsetzung des
Projekts ein Betankungsflugzeug für die US Air Force, die auch interesse
zeigte, allerdings nicht genug Mittel aufbringen konnte oder wollte.
Trotzdem entschied sich Boeing im August 1952, das Flugzeug zu
realisieren.
Die erste Version war die sogenannte
Dash 80 und kostete in der Entwicklung 16 Millionen US Dollar. Da Boeing
den Tanker so schnell wie möglich flügge machen wollte und auch schon an
einer zivilen Passagierversion arbeitete, fand der Roll Out nur zwei
Jahre später statt.
Eine kleine Episode am Rande zeigt den
damals entscheidenden Faktor im Wettbewerb der Langstreckenflugzeuge:
Die Präsidenten von Boeing und Pan Am wetteten damals, ob die B707 oder
die britische Comet IV das erste Düsenflugzeug sein würde, das den
Atlantik überqueren konnte. Damals verlor Boeing. Aber nur zunächst,
denn die B707 war größer und konnte deswegen ökonomischer fliegen.
So kam es, daß Boeing mit der B707 dem
Markt beherrschte und letztendlich 1010 Einheiten des erfolgreichen
Langstreckenjets verkaufen konnte. In den 50er und 60er Jahren kauften
alle namenhaften großen Airlines wie Lufthansa, American Airlines, Pan
Am und Air France die B707, um schnell über den Atlantik fliegen zu
können. Das Zeitalter der Propellerflüge nach Übersee war damit beendet.
Die militärischen Versionen der B707
heißen KC-135 und E-3. Sie fliegen als VIP Transporter für die US
Regierung und andere Regierungen in der Welt (u.a. auch bei der
Deutschen Luftwaffe) oder als Tanker und AWACS-Aufklärer.
Die B707 ist ein sehr flexibles
Flugzeug und wird bis heute eingesetzt. Neben den militärischen
Versionen fliegen B707 heute meist als Frachter bei Cargo Airlines.
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