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Boeing 727
Nach dem großen Erfolg der B707
entschied sich Boeing zum Bau eines Kurz- und Mittelstreckenjets. Für
das Projekt benutzte Boeing viele Teile der B707, wie z.B. die obere
Hälfte des Rumpfes und die Nase. Launching Customer der B727 war United
Airlines, aber auch Eastern zeigte sehr frühzeitig reges Interesse am
neuen Flugzeug. Mit vier Testflugzeugen konnte Boeing die FAA Zulassung
in nur einem Jahr erreichen und die erste Maschine im Februar 1964
ausliefern.
Das Kurzstreckenflugzeug B727 konnte
sehr ökonomisch fliegen, ein Grund für Boeings sehr optimistischen
Verkaufsprognosen. Leider konnte die -100 Version nicht diesen
Erwartungen entsprechen. Als nachteilig erwieß sich die geringe
Sitzplatzkapazität von maximal 133. Das Resultat war die um 6,10 Meter
gestreckte B727-200, die ansonsten mit der -100 identisch war (gleiche
Triebwerke, Flügel und Treibstoffkapazität). Der Launching Customer
Northeast Airlines konnte die B727-200 am 14.12.1967 erstmals einsetzen.
Die -200 kann zwar bis zu 189 Passagiere transportieren, verfügt
allerdings über eine geringere Reichweite als die -100.
Diesen Nachteil glich Boeing 1970 mit
der B727-200 adv. (advanced: weiterentwickelt) aus: Die neue Version
wird von den neuen P&W JT8D-15 angetrieben und kann mit einer größeren
Tankkapazität eine höhere Reichweite erzielen.
1981 stellte Boeing auch eine
Frachtversion, die B727-200F vor.
Eigendlich hatte Boeing bereits Pläne für eine -300. Aber wegen
vielversprechender Ansätze des B757-Projekts wurde sie nie realisiert.
Die letzten 15 B727 gingen 1984 an
FedEX, ein Indikator für den Einsatzbereich vieler B727 heutzutage bei
Cargo Airlines. Eine Amerikanische Firma stattet die B727 mit neuen
Rolls-Royce Tay651 Triebwerken links und rechts und mit Hushkits am
mittleren Triebwerk aus, um die modernen Lärmregelungen auch noch in
Zukunft zu erfüllen. |