Bombardier Regional Jet

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Flugzeug-Lexikon

 

 
 
Bombardier RegionalJet

Der Canadair RegionalJet basiert auf dem Canadair Challenger Business-Jet. Als der erste Prototyp des RegionalJet -100 im Mai 1991 zum Jungfernflug abhob, war er das erste 50sitzige Regionalflugzeug mit Jet-Antrieb. Während der Flugerprobungen stürzte einer der beiden Prototypen ab, als die Geschwindigkeitslimits für das Gross Weight mit zu weit hinten angesetztem Schwerpunkt getestet wurden.

Nicht nur wegen diesem Absturz hatten viele Analysten bedenken, ob ein 50sitziges jetgetriebenes Regionalflugzeug rentabel sein könnte. Aber mit dem anhaltend großen Wachstum im Regionalmarkt und den überaus günstigen Verbrauchszahlen des RegionalJets verschwanden diese Ängste bald. Die Passagiere fliegen tendenziell lieber mit einem Jet, als mit einem Turboprop. Der Grund dafür ist nicht nur die ruhigere Kabine, sondern auch der weitverbreitete (Irr)glauben, Turboprops währen unmodern.

Ende Januar 1992 wurde dem RegionalJet die Europäische und die Amerikanische Flugerlaubnis erteilt. Das erste Serienflugzeug konnte daraufhin im November 1992 an die Lufthansa CityLine übergeben und in den Liniendienst gestellt werden. Eine große Bestellung von Comair (Delta Connection) bedeutete dann den Durchbruch für den RegionalJet. Bald entschieden sich immer mehr Airlines gegen Turboprops und für den RegionalJet. Der Erfolg des RegionalJet basiert aber nicht nur auf der höheren Passagierakzeptanz im Gegensatz zu Props, sondern liegt auch in den Flugeigenschaften. Mit Geschwindigkeiten von über 0,8 Mach, einer Reichweite von fast 2.000 nm und einer Flughöhe von bis zu 41.000 ft ermöglicht es der RegionalJet vielen Commuter-Airlines, ganz neue Verbindungen in den Flugplan einzubinden.
Die CRJ-200 hat einen um 6,01 m längeren Rumpf als der Challenger Business Jet. Die Spannweite ist ebenfalls um 1,80 m verlängert worden, um für das höhere Gesamtgewicht genug Lift zu erzeugen.

Die -200 bietet in 2+2 Reihen bis zu 50 Passagieren Platz. Es gibt zwei Versionen der -200: Die -200ER mit einer Reichweite von 1.645 nm und die -200LR mit einer Reichweite von 2.005 nm.
Um dem wachsenden Markt für größere Regionaljets gerecht zu werden, stellte Bombardier (Canadair ist mittlerweile ein Tochterunternehmen) 1997 die CRJ-700 vor. Das Flugzeug basiert auf der -200 und hat einen längeren Rumpf. Es kann bis zu 70 Passagiere transportieren. Die Typenfamilie -200/-700 erlaubt es, mit nur marginalem Crew Training Piloten auf beiden Typen einzusetzen.
Der Roll-Out und der erste Flug der CRJ-700 fand im Mai 1999 statt.

Die -700 hat die verbesserten General Electric CF34-8C1 Turbofan Triebwerke und wird auch in der -700ER Version mit erweiterter Reichweite angeboten.

Bombardier RegionalJet CRJ 200
Foto: © airliners.de - Daniel Werner
Länge 26.77 m
Höhe 6.22 m
Spannweite 21.21 m
Flügelfläche 48.30
Max. Abfluggewicht 24000 kg
Max. Nutzlast 5800 kg
Reisegeschwindigkeit 825 km/h
Max. Flughöhe 12500 m
Tankkapazität 8100 l
Passagiere 50
Reichweite 4400 km
Triebwerke 2 x General Electric CF34-3B1 turbofans, Schub: 38.84 kN
Erstflug 10.5.1991

 


 

Bombardier RegionalJet CRJ 700
Foto: © airliners.de - Daniel Werner
Länge 32.41 m
Höhe 7.30 m
Spannweite 23.01 m
Flügelfläche 68.63
Max. Abfluggewicht 34000 kg
Max. Nutzlast 8000 kg
Reisegeschwindigkeit 815 km/h
Max. Flughöhe 12500 m
Tankkapazität 11500 l
Passagiere 70-78
Reichweite 4400 km
Triebwerke 2 x General Electric CF34-8C1 turbofans, Schub: 56.4 kN
Erstflug 27.5.1999