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British Aerospace BAC 1-11
Die British Aircraft Corporation
entschied sich beim Bau der BAC.1-11 für tief angebrachte Flügel mit
Fowler-Klappen und einem T-förmigen Heck.
Ein zusätzlicher Eingang im Heck
ermöglichte es den bis zu 79 Passagieren, auch auf kleineren Flughäfen
bequem ein- und aussteigen zu können.
Am 20. August 1963 hatte die BAC.1-11
ihren Jungfernflug. Zwei Monate danach stürzte die Testmaschine ab. Nach
dem Absturz, bei dem die Testcrew ums Leben kam, wurden die Höhenruder
verändert. Als Absturzgrund wurde ein sogenannter "Deep Stall"
ermittelt, aus dem die Crew das Flugzeug nicht mehr herausmanövrieren
konnte.
Danach verliefen die Tests gut und die
Flugerlaubnis wurde der BAC.1-11 im April 1965 erteilt. Erste Kunden
waren British United Airways, die zehn BAC.1-11-200 orderten und auch
von Anfang an US-amerikanische Gesellschaften wie beispielsweise Braniff
und American Airlines. Für den amerikanischen Markt wurden die Versionen
-300 und -400 entwickelt, die über stärkere Triebwerke und eine höhere
Reichweite verfügten.
Mit der BAC.1-11-500 wurde eine
weitere Version auf den Markt gebracht, die nochmals stärkere Triebwerke
und neue Flügel hatte. Auch war die -500 um 4,08 Meter länger und konnte
nun bis zu 119 Passagieren Platz bieten.
Die BAC.1-11-475 ist eine Mischung aus
der kürzeren -400 und den neuen Tragflächen der -500. Es gibt auch eine
Cargo Version mit einer großen Ladeluke und verschiedene VIP Versionen.
BAC/BAe beendete die Produktion der
1-11 nach 230 verkauften Maschinen 1977. Allerdings wurden die Rechte
nach Rumänien verkauft, wo die ROMBAC die Versionen -475 und -560 weiter
herstellte.
Heute fliegen noch zahlreiche BAC.1-11, oft schon mit neuen Triebwerken
oder "Hush-Kits", die es der ansonst sehr lauten Maschine ermöglichen,
ohne Einschränkungen zu operieren. |