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British Aerospace BAe 146
Die British Aerospace 146 ist eines
dieser außergewöhnlichen Flugzeuge, die in Ihrem Segment Geschichte
schrieben: Die Entstehungsgeschichte der BAe 146 begann Mitte der 60er
Jahre, als Hawker Siddeley über Alternativen zur langgedienten DC3
nachdachte. Das neue Flugzeug sollte über Kurzstart- und
Kurzlandeeigenschaften (STOL) verfügen, gleichzeitig den Passagieren
großen Konfort bieten.
Viele Versuche und Designstudien
wurden angestellt. Den Zuschlag bekam ein sehr eigenwilliger Vorschlag:
Vier unter den Schulterflügeln angebrachte Triebwerke bei einer
Passagierkapazität von nur 90. Durch die um 15° nach unten
abgewinkelten, großflächigen Flügel braucht die BAe 146 keine
zusätzlichen STOL Klappen. Um ungünstige Verwirbelungen an den Rudern zu
vermeiden, ist das Heck T-förmig angeordnet. Damit auch bei einem
Triebwerksausfall noch genügend Steuerbarkeit vorhanden ist und auch
Manöver bei langsamer Geschwindugkeit möglich sind, fällt bei der BAe
146 das Seitenruder recht groß aus. Unter den Heckrudern sind große
Störklappen installiert, die zusammen mit den Bremsen eine Schubumkehr
überflüssig machen. Das Resultat sind leichtere und weniger komplizierte
Triebwerke, die dadurch auch an Zuverlässigkeit gewinnen.
1974 wurde Hawker Siddeley von British
Aerospace aufgekauft. Man entschied sich, das 146 Projekt
weiterzuführen, nachdem die Marktforschungen eine genügend große
Nachfrage ergaben. Die erste BAe 146-100 hob dennoch erst am 03.09.1981
ab. Erstkunde war die Britische Dan Air.
Die BAe 146 war dann auch der erste
Jet, der Insbruck anflog. Aber nicht nur in den Alpen sind die guten
Steigflugeigenschaften, STOL und leise Triebwerke von Vorteil: Auch auf
einigen City Airports kann die BAe 146 auch heute noch nachts anfliegen,
ein wichtiger Vorteil besonders für Cargo Airlines wie TNT.
Bald nach der -100 wurde die -200
entwickelt. Sie verfügt über einen steiferen Flügel und konnte somit, um
2,39 m verlängert, bis zu 111 Passagiere transportieren. Die erste BAe
146-200 flog am 01.08.1982, nur ein Jahr nach dem Erstflug der -100. Die
-200 wurde zur am weitesten verbreiteten 146-Version. Sie dient auch als
Basis für die BAe 146QT, der Cargo Version und der BAe 146STA, einer VIP
Version.
1987 wurde eine nochmals verlängerte
Version, die BAe 146-300, vorgestellt. Die -300 war nochmals um 4,80 m
verlängert und konnte nun bis zu 130 Passagiere befördern. Die neue
Generation der BAe 146's sind die Avro Jets. |