|
British Aerospace Jetstream
Bereits 1965 wurden von Handley Page
die ersten Pläne für ein Geschäftsflugzeug mit 8-10 Sitzen vorgestellt.
Die Flugerprobungen begannen 1967 und obwohl Handley Page bereits über
100 Bestellungen für die HP 137 Jetstream hatte, mußte 1970 nach 40
ausgelieferten Maschinen Konkurs angemeldet werden.
Ab 1983 wurde die nun modernisierte
und jetzt Jetstream 31-200 genannte Maschine von British Aerospace
wieder hergestellt und vertrieben. Die Änderungen umfassten im
Wesentlichen die Wahl neuerer Triebwerke. Die Maschine wurde als
Airliner mit 18-19 Sitzen und als Geschäftsreiseflugzeug mit 8-12
Plätzen angeboten.
Die meisten J31 wurden mit
zusätzlichem Gepäckbehälter unter dem Rumpf bestellt, da der normale
Gepäckraum nicht für 19 Passagiere ausreicht.
Mit der erneuten Modernisierung hieß die Maschine ab 1987 Jetstream
Super 31 oder auch Jetstream 32. Die Verbesserungen gegenüber der alten
Jetstream 31 sind in erster Linie stärkere Triebwerke mit erhöhter "Hot
and High" Performance, größerer Tanks in den Flügeln und ein verändertes
Kabinendesign, mit vergrößerter Stehhöhe und besserer Schallisolierung.
Auch die Super 31 gibt es wieder als Regional-Airliner und als
Geschäftsreiseflugzeug. Es wird sogar eine Quick-Change Version
angeboten. Ferner gibt es viele Varianten im militärischen Bereich und
eine Krankentransporter-Version.
Da die Nachfrage nach größeren
Regionalflugzeugen Ende der 80er Jahre drastisch anstieg, entwickelte
British Aerospace ab 1988 auf Basis der Jetstream 31 die gestreckte
Jetstream 41.
Die J41 kann als Regionalflugzeug-Variante 29-30 Passagieren Platz
bieten und wird auch als Business-Version mit 14 Plätzen angeboten.
Neben der Streckung um 4,9 m wurde die
J41 auch noch mit zahlreichen weiteren Veränderungen ausgestattet: Die
Tragflächen sind tiefer angeordnet um den Kabinenboden eben zu halten,
die Hecksektion wurde aerodynamisch verbessert und die Treibwerksgondeln
können nun das Fahrwerk aufnehmen. Einen neue Tür hinten ermöglicht den
Zugriff auf den vergrößerten Gepäckstauraum.
Die neuen Treibwerke mit
Fünfblatt-Propellern ermöglichen eine vergleichbare oder bessere
Performance als die Super J31. Außerdem hat die J41 größere
Cockpitfenster.
|