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Dornier 228
Dornier ist heute der einzige
traditionsreiche deutsche Flugzeughersteller für Zivilflugzeuge. Anfang
der 80er Jahre entwickelte Dornier den sogenannten TNT ( Tragflügel
neuer Technologie) für die deutsche Regierung. Da das Unternehmen kein
neues Fluggerät zum Testen des neuen Flügels entwickeln wollte, nahm man
einfach den Rumpf einer alten Do-128 und befestigte die neuen TNT
Tragflächen daran.
Das so entstandene neue Flugzeug
nannte man Do-228 und schon bald stellte sich heraus, daß es sich sehr
gut für den Einsatz unter rauhen Bedingungen eignete. Es entstanden zwei
grundlegende Varianten: Die -100 für 15 Passagiere und die -200 mit 19
Sitzen.
Die Do-228 war aber nicht so
erfolgreich, wie Dornier sich erhofft hatte. Nur 236 Exemplare konnten
verkauft werden und Dornier entschied sich, Ende 1998 die Produktion
einzustellen.
Das Flugzeug war mit seiner robusten Bauweise in erster Linie für den
Einsatz in weniger entwickelten Regionen gedacht. Ohne Druckkabine
verkaufte sich die Do-228 aber auch in diesen Regionen nur schleppend.
Trotzdem gibt es nach wie vor fabrikneue Do-228: Die Do-228 wird in
Indien von Hindustan Aeronautics in Lizenz hergestellt.
Heute fliegt die Do-228 meist als
Regionalflugzeug oder als Shuttle-Zubringer. Es gibt auch Aufklärer,
z.B. bei der Deutschen Marine, wo die Maschine Umweltverschmutzungen des
Meeres aufdeckt. |