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Dornier 328
Als die Dornier 328 im Oktober 1991
ihren Roll Out hatte, war es das erste Flugzeug, daß (abgesehen von
einigen Zulieferern) komplett unter der Verantwortung der DASA
entwickelt wurde. Deswegen ist der Name Dornier Teil der
Typenbezeichnung und nicht mehr der Herstellername.
Die Dornier 328 zielt auf den
Regionalflugzeug-Markt der 30-40 Sitzer, also die direkte Konkurrenz zur
Saab 340B und 2000, Dash 8, Embraer EMB120 Brasilia und der Jetstream
41. Mit einer Reisefluggeschwindigkeit von 335 Knoten ist die Dornier
328 die schnellste Maschine, gleichzeitig sogar auch die leiseste.
Die Entwicklug des Projekts hatte mit
einigen Problemen zu kämpfen: Angefangen bei den langen
Verkaufsgesprächen mit der Douglas Familie zum Hauptproblem der
weltweiten Rezession auf dem Luftverkehrsmarkt Ende der 80er Jahre.
Einer der größten Abnehmer, Midway Connection aus den USA, mußte Konkurs
anmelden und Horizon Air reduzierte die 35 Bestellungen und 25 Optionen
auf lediglich 20 Festbestellungen. Launching Customer war die Schweizer
Air Engiadina mit einer Order.
Auch konnten die versprochenen
Leistungen beim max. Take Off Weight und bei der Geschwindigkeit
zunächst nicht eingehalten werden: Das Flugzeug war einfach zu schwer.
Die Lösung war das neue stärkere PW119B Triebwerk, das eigendlich für
eine spezielle STOL (Short Take Off and Landing) Version der Dornier 328
geplant war.
Leider geht die höhere Leistung mit
einem größeren Treibstoffverbrauch einher und die Verkaufsverhandlungen
mit den Airlines mußten von neuem aufgerollt werden. Trotzdem ist das
stärkere Triebwerk der Dornier 328 ein Vorteil, ermöglicht es doch
Jet-mäßige Geschwindigkeit zu relativ geringen Kosten. Das Cockpit ist
das eines "richtigen" Airliners: Ein fünf-Bildschirm Glascockpit macht
die Dornier 328 zu einem der modernsten Regionalflugzeuge auf dem Markt.
Auch der Geräuchpegel in der Kabine
ist sehr gering. Zusammen mit dem für ein Regionalflugzeug großen
Kabinendurchmesser macht das die Dornier 328 auch bei den Passagieren
sehr beliebt. |