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Fairchild 328JET
Als sich vor ca. vier Jahren die zwei
Traditionsunternehmen Fairchild Aerospace aus Amerika und die deutsche
Dornier zusammenschlossen, fragte Jim Robinson, mittlerweile CEO des
Unternehmens, ob man jemals darüber nachgedacht hätte, den erfolgreichen
Turboprop Dornier 328 zu einem Jet umzubauen.
Ein Jahr später, am 06. Dezember 1997,
rollte der erste 328JET aus den Werkshallen des in Oberpfaffenhofen
ansässigen Unternehmens. Am 20. Januar 1998 folgte dann der
Jungfernflug. Der Erstflug ging bis zu einer Flughöhe von 25.000 Fuß und
dauerte knapp 1 Stunde und 55 Minuten.
Insgesamt absolvierten die vier Testmaschinen rund 1.160 Flugstunden.
Die 328JET ist die konsequente
Weiterentwicklung der Dornier 328, einem der leisesten und modernsten
Turboprop Commuter. Der Unterschied zur Dornier 328 besteht praktisch
nur im Antriebsystem, zwei Pratt & Whitney Canada PW306B Triebwerke.
Durch den neuen Antrieb mussten natürlich auch einige Modifikationen im
Cockpit vorgenommen werden. Dornier wollte allerdings nicht sehr viel
verändern, denn das Flugzeug soll sich dort verkaufen, wo schon Dornier
328 im Einsatz stehen.
Dennoch stand der 328JET die grösste
Veränderung noch bevor, die bei den Maschinen von Erstkunde Skyway
Airlines, einer amerikanischer Regionalairline noch nicht enthalten war:
Im Herbst 1998 ließ Fairchild neue Ventile zertifizieren, mit denen sich
die Spoiler an den Enden der Tragflächen gleichzeitig nach oben klappen
lassen. Normalerweise unterdtützen diese Spoiler in erster Linie durch
asymmetrische Ausschläge die Rollbewegung des Flugzeuges. Diese Maßnahme
musste getroffen werden, da der 328JET nicht den 7,5 Grad Anflugwinkel
erreichte, die die europäischen Zulassungsbehörden fordern.
Die amerikanische Version der 328JET
kann 34, die europäische Version 32 Passagiere aufnehmen. Zudem bietet
Fairchild den 328JET unter den Namen "Envoy 3" auch als
Geschäftsreiseflugzeug an. Dieses ist für 12-19 Passagiere ausgelegt.
Eine für knapp 50 Passagiere
ausgelegte längere Version mit dem Namen 428JET wurde geplant aber Mitte
2000 auf Eis gelegt.
Text: Danny Schneider
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