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Jakowlew Jak-40
Anfang der sechziger Jahre begann man
bei Yakolew mit der Entwicklung eines neuen Modells, dass die
Zubringerdienste der Lisunow Li-2 (sowjetische DC-3 Version) übernehmen
sollte.
Das neue Modell sollte von
unbefestigten Flugplätzen (wie etwa Graslandeplätzen) aus starten können
und erhielte deshalb einen niedrig belasteten Tragflügel und zur
Sicherheit drei, statt nur zwei Triebwerke.
Die mit einer Einbautreppe
ausgestattete Tür und das bordeigenen Aggregat (APU) zur Klimatisierung
der Kabine und zum Anlassen der drei Triebwerke machen die Yak-40
unabhängig von Bodengeräten an Flugplätzen.
Die Yak-40 ist von der Auslegung her ein Tiefdecker, der sein
Bugradfahrwerk einziehen kann und dessen Triebwerke sich am Heck
befinden.
Mit einer Länge von 20 Metern kann die
Yak-40 bis zu 32 Passagiere und 3 Besatzungsmitglieder aufnehmen.
Am 21. Oktober 1966 fand der Erstflug
des ersten der insgesamt fünf Prototypen statt.
Am 30. September 1968 wurde die trotz der drei Triebwerke viel zu
schwach motorisierte Yak-40 in den Liniendienst der Aeroflot eingeführt.
Die Produktion der Yak-40 lief nach
über 800 gebauten Maschinen 1976 aus. Sie wird noch bei einigen
Fluggesellschaften wie Moldavian Airlines, Albanian Airlines und
Kyrghyzstan Airlines sowie bei dem Militär (NATO-Codenamen "Codling")
wie z.B. der Czech Air Force eingestzt.
Obwohl die Produktion schon
ausgelaufen ist, bietet Yakolew zusammen mit Skorost die Umrüstung zur
Yak-40TL an. Dabei werden die drei Iwtschenko-Triebwerke durch zwei
Mantelstromstromtriebwerke vom Herrsteller Textron-Lycoming (LF 507-1N
je 31,14 kN Schub) erstetzt, die eine höhere Reisefluggeschwindigkeit
zulassen und außerdem ein besseres Leitungsvermögen und deutlich
niedrigere Betriebskosten haben.
Text: Till
Stoffregen |