Let 610

Home

 

 

 

Flugzeug-Lexikon

 

 
 
Let 610

Bereits 1979 begann LET die Projektstudie für ein 40sitziges Passagierflugzeug für den Kurzstreckenbereich, das die Lücke zwischen der LET 410 und der IL-114 füllen sollte sollte. Die Entwicklung dauerte bis 1984.

Am 28. Dezember 1988 startete LET-Chefpilot Smec mit dem ersten Prototyp zum Erstflug. Der zweite und vierte Prototyp war Festigkeits- und Statikprüfungen vorbehalten und der fünfte dient der Erprobung der Turboproptriebwerke Motorlet M-602.

Zunächst waren sogar vier Triebwerke vom Typ M-601 vorgesehen. Aus wirtschaftlichen Gründen verzichtete man darauf ebenso wie auf die Heckladeluke. Im Gegensatz zur kleineren LET 410 besitzt die LET 610 aber eine Druckkabine.

Wie schon bei der L-410, sollte die UdSSR auch der Hauptabnehmer der L-610 sein. Nicht zuletzt deshalb unterstützte die Sowjetunion auch die Entwicklung der Maschine.

Insgesamt ging man von einer Serienproduktion von 600 Exemplaren mit einem jährlichen Ausstoß von 40 Maschinen aus. Die L- 610 wurde dann in 450 Flugstunden unter härtesten Bedingungen in den UdSSR getestet. In Wüstengebieten mit +50°C geschah das ebenso wie in Sibirien bei -50°C.

Die für eine Nutzlast von 3.800 kg vorgesehene Maschine kommt auf 300 km bis 1.500 km langen Strecken mit einem Kraftstoffverbrauch von 29gr je Passagierkilometer auskommen. Wie auch die L-410 kann die L-610 von unbefetigten Pisten aus operieren. Innerhalb kurzer Zeit läßt sie sich von einem Passagieflugzeug in eine Frachtmaschine umrüsten.

Ende 1992 nahm die L-610 G mit General Electric CT7-9D Triebwerken und westlicher Avionik die Flugerprobung auf.
Text: Marcus Fornell

Let 610
Foto: © Let
Länge 21.72 m
Höhe 8.19 m
Spannweite 25.60 m
Flügelfläche   k.A.
Max. Abfluggewicht 15100 kg
Max. Nutzlast   k.A.
Reisegeschwindigkeit 450 km/h
Max. Flughöhe   k.A.
Tankkapazität   k.A.
Passagiere 40
Reichweite 2500 km
Triebwerke 2x General Electric CT7-9D , Schub: 1.750 PS
Erstflug 18.12.1992