McDonnell -  Douglas MD-80 Series

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Flugzeug-Lexikon

 

 
 
McDonnell-Douglas MD-80 Serie

1977 entwickelte Douglas ein Flugzeug, das die älteren DC-9 ersetzen sollte. Sie nannten es DC-9 Super 80. Die Produktion begann, nachdem 13 Einheiten von Austrian Airlines und 25 Einheiten von Swissair bestellt wurden.

McDonnell Douglas entwickelte dann noch weitere Varianten: Die MD-81, -82, -83, -87 und the MD-88. Alle Versionen unterscheiden sich nur bei den Triebwerken, den Abfluggewichten, Avioniks und Tankkapazität. Optisch ist allein die MD-87 einfach zu bestimmen: sie hat einen kürzeren Rumpf als alle anderen Versionen.
Ein modernes Cockpitdesign machte die Serie schon früh reif für CAT IIIa anflüge, für die ein optionales Head-Up-Display zur Verfügung steht.

Die MD-81 ist die Basisversion der Familie. Sie kann 172 Passagiere über ca. 3.300 km transportieren. Der erste Prototyp hob im Oktober 1979 ab. Bereits ein Jahr später, im Oktober 1980 flog die Swissair die ersten Linieneinsätze.

Mit stärkeren Triebwerken, höherer Tankkapazität und zehn Sitzen mehr, kann die MD-82 700 km weiter fliegen. Auch wurde die MD-82 für Hot-and-High Flüge konzipiert.
Der Jungfernflug war am 8. Januar 1981, bereits im August 1981 konnte Republic Airlines den ersten Jet in Empfang nehmen.

In 1984 vergab McDonnel Douglas an zwei chinesischen Firmen die Erlaubnis, 50 MD-82 in Lizenz in China zu bauen, da dort die Nachfrage nach dem Muster recht hoch war.
Die MD-83 besitzt einen 4.100 Liter großen Tank im Laderaum und erreicht somit Ziele in ca. 5.000 km Entfernung. Neben neuerer Triebwerke verfügt die MD-83 über ein stärkeres Fahrwerk. Alaska Airlines und Finnair hatten als Launching Customer den größten Einfluß auf dieses Muster.

Um die alten DC 9-30 ersätzen zu können, entwickelte McDonnell Douglas 1986 die MD-87. Um eine vergleichbare Kapazität zu schaffen (ca. 130 Sitze), ist die MD-87 5,40 Meter kürzer als alle anderen MD-8x Versionen.

Nur zwei Jahre später gingen die ersten Maschinen an Austrian Airlines und Finnair. Mit 24 Bestellungen ist übrigens die spanische Iberia der größte MD-87 Betreiber. Obwohl der Typ mit neuem EFIS Cockpit, aerodynamisch verbessertem Heckdesign und ökonomischeren Triebwerken ausgestattet war, gingen nur 75 Bestellungen bei McDonnel Douglas ein, der Grund für das frühe Ende der MD-87 Produktion.

Die neueste Version der MD-8x Familie ist die MD-88. Dieser Typ verfügt über die gleichen technischen und aerodynamischen Neuerungen wie die MD-87, ist aber genauso lang wie die MD-81. Delta Airlines konnte das erste Flugzeug 1988 zum ersten Mal einsetzen.
Insgesamt wurden mehr als 2.000 Einheiten der DC9/MD-8x Familie ausgeliefert. Trotz des Erfolgs beendete Boeing als neuer Eigentümer von McDonnel Douglas im Januar 2000 die Produktion.
 

McDonnell-Douglas MD-80 Serie (MD-83)
Foto: © airlinerphotos.com - Ralph Kunadt
Länge 45.06 m
Höhe 9.05 m
Spannweite 32.87 m
Flügelfläche 119.00
Max. Abfluggewicht 72580 kg
Max. Nutzlast 17500 kg
Reisegeschwindigkeit 870 km/h
Max. Flughöhe 11200 m
Tankkapazität 26000 l
Passagiere 142-172
Reichweite 6000 km
Triebwerke 2x JT8D-219, Schub: 93,4 kN
Erstflug 18.10.1979

 


 

McDonnell-Douglas MD-80 Serie (MD-87)
Foto: © airlinerphotos.com - Ralph Kunadt
Länge 39.86 m
Höhe 9.35 m
Spannweite 32.86 m
Flügelfläche 119.00
Max. Abfluggewicht 67800 kg
Max. Nutzlast 16700 kg
Reisegeschwindigkeit 875 km/h
Max. Flughöhe 11300 m
Tankkapazität 26000 l
Passagiere 107-139
Reichweite 5400 km
Triebwerke 2x JT8D-219, Schub: 93,4 kN
Erstflug 4.12.1986