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McDonnell-Douglas MD-90
Nach Delta Airline's fester Bestellung
von 50 Einheiten, entschloß sich McDonnell Douglas, eine weitere Version
der MD-80 Serie zu entwickeln-die MD-90 war geboren.
Dazu verlängerte McDonnell Douglas den Rumpf der MD-88 um 1,40 Meter
hinter dem Cockpit, nahmen die Flügel, das Fahrwerk und das Leitwerk der
MD-88 und verstärkten alles für das höhere Gewicht. Optisch ist die
MD-90 deshalb auch am besten an den Triebwerken zu erkennen: Das V2500
von IAE, das auch beim A320 Verwendung findet, ist größer als die
Triebwerke der Vorgängermodelle, die ca. 15% mehr Treibstoff benötigten.
Die anderen Änderungen sind von außen
nur schwerlich zu erkennen: Die MD-90 verfügt über leichtere
Karbon-Bremsen, ein neues Hydrauliksystem, modernere Elektronik und eine
bessere APU, die nun auch im Flug benutzt werden kann.
am 22. Februar 1993 hatte die MD-90
ihren Jungfernflug. Nach den Flugerprobungen mit zwei Prototypen
erlangte sie im Oktober die FAA Zulassung.
Der Launching Customer Delta Airlines
flog sein erstes Muster im Februar 1995 von Dalls nach Newark. Für den
chinesischen Markt entwickelte McDonnell Douglas die kleinere MD-90-30T
Version für 105 Passagiere. Shanghai Aviation baute 20 Exemplare dieser
Version in Lizens.
Eigendlich war McDonnell Douglas von
einem MD-90 Bedarf von ca. 800 Flugzeugen ausgegangen. Mit insgesamt nur
132 Bestellungen blieb die Produktion der MD-90 allerdings weit hinter
diesen Erwartungen zurück.
Nach der Übername von McDonnell
Douglas durch Boeing wurde die Produktion der MD-90 im Januar 2000
eingestellt. |