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McDonnell-Douglas MD-95 (Boeing 717)
Die Boeing 717 wurde Im Oktober 1995
von McDonnell Douglas als MD-95 vorgestellt. Das Flugzeug ist von den
äußeren Dimensionen der DC-9-30 sehr ähnlich, das Tragflächen- und
Rumpfdesign sind sogar mit lediglich marginalen Änderungen übernommen
worden. Die wichtigen Änderungen und Modernisierungen sind nur von innen
erkennbar. Lediglich die größeren BMW/Rolls-Royce Triebwerke und der um
ca. 1,5 Meter gestreckte Rumpf unterscheiden die MD-95 rein äußerlich
vom "Großvater" DC9-30.
Die MD95 wurde zum letzten McDonnell
Douglas-Flugzeug. Als 717 wurde die MD-95 nach der Übernahme von
McDonnell Douglas durch Boeing 1997 in die Boeing Produktpalette
übernommen. Damit ist die MD-95 auch das einzige MD Flugzeug, das unter
dem neuen Boeing-Dach auch langfristig weiterhin hergestellt wird.
Ausgestattet mit einem modernen Glascockpit, ähnelt die 717 im Cockpit
der 777 und den neuen 737 Versionen.
Die B717-200 ist speziell auf die
effiziente Operation auf Kurzstrecken ausgelegt. Besonders auf
hochfrequentierten Strecken mit nicht mehr als einer Stunde Flugzeit
kann es die B717 mit den Regionalflugzeugen aufnehmen. Angefangen bei
den kurzen Turn-Around-Zeiten am Gate über die Short-Field Eigenschaften
bis hin zur Auslegung für 100 Passagiere ist die B717-200 fast schon
selbst als Regionaljet einzustufen.
Boeing bietet allerdings auch noch
eine "High Gross Weight" Variante mit einem um drei Tonnen gesteigerten
Abfluggewicht an, die bis zu 3.600 km weit fliegen kann.
Boeing wird die B717 in ehemaligen McDonnell Douglas Fabriken in Long
Beach herstellen. Dort fand auch der Roll Out der ersten B717-200 im
Juni 1998 statt. Der Jungfernflug folgte im September.
Mit bis zu fünf Flugzeugen wurden
anschließend die Flugtests durchgeführt und im September 1999 mit der
FAA/JAA Zertifizierung abgeschlossen.
Launching Customer war AirTran aus Florida, die ihre erste B717-200 Ende
September 1999 in Empfang nehmen konnte. |