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Saab 340
Im Januar 1980 begannen Saab-Scania
und Fairchild Industries, gemeinsam ein neues Regionalflugzeug zu
konstruieren.
Die Saab-340 ist als freitragender Tiefdecker mit der Verwendung von
Verbundwerkstoffen konstruiert und mit Doppelrädern an allen Baugruppen
des Fahrwerks ausgestattet. Die Oberfläche der Flügel erhielten ein
NASA-erprobtes Profil, und als Antrieb wählte man zwei Propellerturbinen
General Electric CT7.
Während Fairchild für die Entwicklung
der Tragflächen, des Leitwerks und der Triebwerksbefestigungen
verantwortlich war, trug die Firma Saab 75 % der Entwicklungskosten und
war für den Rumpf, die Systemintegration, Flugerprobung und die
Zulassung verantwortlich.
Das Flugzeug ist für 33-35 Passagiere,
einen Flugbegleiter und zwei Piloten ausgelegt.
Der Jungfernflug der der Saab-Fairchild SF-340 fand am 25. Januar 1983
statt. Eine zweites Exemplar (SE-ISA) und die erste Serienmaschine
(SE-ISB) erhielten ihre Zulassung der JAR und der FAA am 29. Juni 1984
und konnten an den Launching Customer, die Schweizer Crossair,
ausgeliefert werden.
Bereits kurz nach den
Erstauslieferungen verhängte man 1984 ein Flugverbot für die Saab 340,
da Triebwerke der Crossair im Flug versagten. Durch weitere
Entwicklungen konnte das Problem aber behoben werden und das Flugverbot
wurde bald wieder aufgehoben.
1985 stellte die wiederum Crossair als erste eine Saab-340 mit
leistungsgesteigerten CT7-Triebwerken und größeren Dowty-Propellern
sowie einem gesteigerten Abfluggewicht von nun 12.972 kg (zuvor 11.793)
in den Dienst. Alle bereits vorhandenen SF 340 wurden nachträglich
modifiziert.
Wegen finanzieller Schwierigkeiten zog
sich Fairchild im Oktober 1985 aus dem Programm zurück, und die gesamte
Produktion wurde in die Saab-Werke in Linköping (südl. von Stockholm)
übertragen und das Muster in S340 umgetauft.
Die erste Frachtvariante wurde 1987 an Finnaviation ausgeliefert und
erhielt die Bezeichnung S340QC (Quick Change).
1989 erschien die Saab-340B, die mit
leistungsstärkeren Turbinen (CT7-9B), einem weiter gespannten
Höhenleitwerk und einem nochmals gesteigerten Startgewicht von 12.928 kg
ausgestattet war. Die Leistung unter heißen und hohen Bedingungen und
das Kurzpistenpotential wurde wesentlich verbessert. Mit der S340B
konnte endlich der "Durchbruch" erreicht werden.
Crossair war als "Standardkunde" wieder der Erstkunde.
Neben diesen Standardversionen wurde
auch eine Businessversion für Geschäftsreisende entwickelt. Das erste
Exemplar konnte 1984 an die Mellon Bank in Pittsburgh ausgeliefert
werden.
Am 3. Februar erhielt die schwedische Luftwaffe eine Saab-340AEW Erieye
(Frühwarnflugzeug), die durch ein Überwachungsradar auf dem Rumpfrücken
und mit einem 3-Mann-Cockpit ausgestattet ist. |