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Boeing 757
Boeing beschloss ein Jet mit der
gleichen Transportkapzität zu bauen, wie die erfolgreiche B-707 im Jahre
1978. Zur gleichen Zeit wurde auch die 767 entwickelt. Die 757 und die
767 sind sich sehr ähnlich, z. B. haben sie fast das selbe EFIS-Cockpit
mit fünf LCD-Anzeigen, so brauchen die zwei Piloten nur fünf
Unterrichtsstunden, um zu lernen wie man die 757 oder die 767 fliegt,
wenn sie eines der Typeratings haben.
Die 757 ist der Nachfolger der 727. Beide Flugzeuge haben den selben
Rumpfdurchmesser und die 757-200 kann bis zu 228 Passagiere
transportieren.
Die Entwicklung der 757-200 kostete
ca. $1Mrd, genausoviel wie die Entwicklung der noch nicht vorhandenen
Triebwerke. Die Ausgaben für die Turbinen wurden von Pratt & Whitney und
Rolls-Royce getragen, die sie in ihre PW2037 und die RB.211-535E mit
einem Schub von 108kN investierten.
Bis 1985 konnte Boeing nur 145
Flugzeuge an die ersten Abnehmer Eastern Airlines und British Airways,
sowie an einige andere Fluggesellschaften verkaufen. Aber 1988 begann
der große Erfolg der 757 mit Bestellungen von American Airlines sowie
von United Airlines: Jede Fluggesellschaft bestellte 80 Flugzeuge. Bis
heute hat Boeing mehr als 800 Bestellungen für die 757.
Das Flugzeug ist ebenfalls bei
Charterfluggesellschaften wegen der Passagierkapazität sehr beliebt. Die
757 schloss die Kluft zwischen den Kurzstreckenfluggzeugen und den
Langstreckenfluggzeugen. Ebenfalls ist die 757 sehr ökonomisch auf
Flügen zwischen 1.500 km und 6.500 km einsetzbar.
Boeing entwickelte auch ein
Frachtflugzeug ohne Fenster , aber dafür mit einer großen Frachtluke für
United Parcel Service (UPS). Die 757F hat eine Reichweite von ca. 4.540
km.
Die USAF hat einige
C-32-VIP-Transporter, der militärischen 757 Version bestellt.
Boeing stellte am 2. September 1996 die erste 757-300 vor. Sie ist 7,10
Meter länger als die -200 und kann bis zu 20% mehr Passagiere und bis zu
50% mehr Fracht transportieren, jedoch ist die Reichweite um 800 km
kürzer. Die 757-300 hatte die kürzeste Testphase in der Geschichte von
Boeing. Boeing bekam bis zum April 1999 allerdings nur 16 Bestellungen:
12 Einheiten gehen davon allein an den Launching Customer Condor, die
dort die letzten DC-10 ersetzen sollen. Condor fliegt die erste -300
seit Ostern 1999.
Besonders im Zuge der schweren
Luftfahrtkrise ab 2001 blieben die Bestellungen aus. Besonders die
gestreckte Version 757-300 konnte sich nicht am Markt etablieren. Airbus
konnte mit der A320-Familie und besonders mit der A321 zudem wichtige
Marktanteile für sich gewinnen. Auch stellte sich die verlängerte
737-800 zunehmend als Konkurrent im eigenen Hause dar. Im Herbst 2003
teile Boeing mit, die Produktion der 757-Reihe zum Ende 2004
einzustellen. |